Software in der Sackgasse – wie kommen wir da raus?

10.12.2020

Software ist ein schwieriges Geschäft. Die Veränderungszyklen von Infrastruktur, Entwicklungsumgebungen und Umsystemen werden immer kürzer. Da Schritt zu halten, während ein ausgetrockneter Personalmarkt, Corona hin oder her, noch massives Störfeuer gibt, ein Ding der Unmöglichkeit? Nein, aber oft gelingt es nicht. Legacy-System oder End-of-Life sind die Labels, die den in Schwierigkeiten geratenen Lösungen angeheftet werden.

Sage ist einer der Hersteller, der in den letzten Tagen und Wochen mediale Aufmerksamkeit zum Thema erhalten hat. Urs Prantl schreibt in seinem Artikel «Prantl behauptet: Sage wird vom Angstgegner zum Konkurrenten unter ferner liefen»: «Das heisst auch, wer aus seinen Software-Erträgen keine Reserven bildet, wird bei grundlegenden Technologiewechseln nicht die nötigen Investitionen tätigen können.»

Damit bin ich einverstanden. Noch besser ist es, kontinuierlich in den Unterbau einer Lösung, die Architektur zu investieren. Genau das, wird aber zu oft vernachlässigt. Denn diese Aufwendungen zahlen sich im Gegensatz zur Verbesserung der Funktionalität erst langfristig aus. Gerade für Unternehmen, die vom Druck der Zielerreichung fürs nächste Quartalsergebnis getrieben sind, ist das fatal. Willkommen in der Legacy-Falle. Irgendwann bleibt nur noch das Sprengen der alten und der Bau einer neuen Lösung.

Da haben Hersteller, die sich den Luxus erlauben können, langfristig zu planen, die besseren Karten. Mit dem richtigen Ansatz erfolgt eine kontinuierliche Modernisierung. Es fängt beim strategischen Management der Entwicklungs-Roadmap an, geht über die richtige Priorisierung der Release-Pipeline bis zu den Entwicklern. Für diese werden Anreize geschaffen, an sinnvollen Stellen Codesegmente zu überarbeiten. Zudem braucht es Freiräume, neue Technologien zu untersuchen und deren Auswirkungen zu analysieren. «Managed Evolution» wird der Ansatz für sehr grosse IT-Systeme genannt. Er drängt sich auch für die weniger gigantischen Anwendungen auf. Wenn der Balanceakt zwischen kurzfristigem Maximieren und langfristigem Optimieren gelingen soll.

(Bild Managed Evolution)

Als inhabergeführtes Familienunternehmen fällen wir Entscheidungen, die uns eine nachhaltige Weiterentwicklung ermöglichen. Auch bei der Wahl unserer Softwarepartner verfolgen wir diese Richtlinie konsequent.

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